Demokratiekonferenz „Europa gemeinsam gestalten – Partnerschaft leben, Demokratie stärken“

Die diesjährige Demokratiekonferenz am 28.11.2025 stand im Zeichen eines partnerschaftlichen Europas – mit Gästen aus den Partnergemeinden des Landkreises Dahme-Spreewald, darunter der Gemeinde Cabestany, dem Landkreis Wolsztyn sowie der Wildauer Partnergemeinde Rokietnica. Die Konferenz wurde daher parallel in drei Sprachen abgehalten.  

Dezernent und Bündnisvorsitzender Stefan Klein begrüßte über 60 Gäste aus Frankreich, Polen, der lokalen Zivilgesellschaft, der kommunalen Verwaltung, Schule, Sozialarbeit sowie Kommunalpolitik im historischen Kaiserbahnhof in Halbe. Er betonte die Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit sowie die Relevanz des zivilgesellschaftlichen Engagements für eine lebendige und starke Demokratie.

Anschließend führte Helmut Scholz, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, in das Thema der diesjährigen Konferenz „Europa gemeinsam gestalten – Partnerschaft leben, Demokratie stärken“ ein. Marie Augère von der Stiftung Genshagen knüpfte daran an und sprach über „Demokratieverständnis, politische Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Herausforderungen für Europa und Brandenburg“.  

Regional wurde es, als sich die drei Europavereine vorstellten:

  • Weimarer Dreieck – Dieter Hackmann berichtete über die historische Entwicklung und heutige Bedeutung trilateraler Demokratiearbeit
  • Europaverein Dahme-Spreewald e.V. – Martin Wille präsentierte Projekte zu Integration, Bürgerbeteiligung und Jugendengagement
  • Europa-Union Dahme-Spreewald – Dirk Thomas Wagner sprach über Politische Bildung, Europa im Dialog und zivilgesellschaftliche Verantwortung

Nach der ersten Konferenzhälfte folgte eine Mittagspause im örtlichen Gasthof Goldener Stern, die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung bot.

Das Programm wurde anschließend mit dem Grußwort des Landrats Sven Herzberger fortgesetzt. Im Anschluss überreichte er Danuta Potrawiak aus der Gemeinde Rokietnica – der neuen Partnergemeinde der Stadt Wildau – sowie Frank Nerlich, Bürgermeister Stadt Wildau, symbolisch ein Geschenk für die in Polen bereits überreichte Partnerschaftsurkunde.  

Unter dem Tagesordnungspunkt „Internationale und regionale Beiträge“ stellte zunächst der Landrat des Landkreises Wolsztyn, Jacek Skrobisz, Förderprogramme für NGOs und Unterstützung zivilgesellschaftlicher Initiativen vor. James Gillon, dritter stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Cabestany, berichtete über Jugendprojekte zur Demokratieförderung und partizipative Ansätze in der Bildungsarbeit. Danuta Potrawiak informierte über Projekte zur Stärkung der lokalen Demokratie und Kommunalpartnerschaften. Den regionalen Part des Landkreises Dahme-Spreewald übernahm Paulina Kleiner (Europareferat) sowie Norman Grätz (Bündnismitglied und Geschäftsführer Kreissportbund Dahme-Spreewald).    

Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der Historie des Tagungsortes, des Kaiserbahnhofs Halbe. In einem kurzen historischen Überblick erläuterte Willi Schwabe die Bedeutung des Ortes Halbe und seine Rolle im regionalen Gedächtnis.

Zum Abschluss fasste der Bündnisvorsitzende Stefan Klein die Erkenntnisse der Konferenz zusammen und dankte allen Mitwirkenden für ihre Beiträge sowie ihr Engagement.

Die Demokratiekonferenz endete am frühen Freitagnachmittag in freundlicher und offener Atmosphäre mit einem Austausch bei Kaffee und Kuchen, der Raum für vertiefende Gespräche, Netzwerkpflege und das Knüpfen neuer Kontakte bot.

Ein herzliches Dankeschön der Partnerschaft für Demokratie geht an den Gasthof Goldener Stern, an Willi Schwabe sowie an die Dolmetscherinnen und Dolmetscher für die gelungenen Rahmenbedingungen.